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Neue Möglichkeiten auf dem jüdischen Friedhof in Basel:
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Die Prophetenlesungen
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Letzte Änderung
23.04.2017, 21:43
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Exil und Zionismus

 

„Zionismus ist eine Medizin für eine spezifische Krankheit. Die Krankheit heisst Exil. ... Die zionistische Vision ist vollständig erfüllt: sie versprach einen Staat. Diesem Auftrag hat man entsprochen. Welche Art von Staat, das ist eine andere Frage.“ (A.B. Yehoshua, 1997, anlässlich der 100-Jahre-Zionismus Feiern)

Hat der Zionismus (ein Begriff, der 1890 von Nathan Birnbaum geprägt wurde) die „Krankheit“ Exil „geheilt“? - Ja, wenn man unter „Heilen“ die Staatsgründung versteht. Aber war das „Exil“ nur der Verlust der politischen Unabhängigkeit oder gibt es noch andere Aspekte von Exil? Hat Exil (Galut) nicht auch etwas mit Erlösung (Ge'ulah) zu tun?

Wir wollen uns auf diese Fragen einlassen und mit dem „Zionismus“, d.h. Erlösungsvorstellungen im Goldenen Zeitalters Spaniens (11./12. Jh.) beginnen (Shmuel Hanagid, Yehuda Halevi). Dann gehen wir über zur früh-zionistischen Chibbat Zion Bewegung im Russischen Reich (19. bis Anfang 20. Jh.), deren Gedichte die „ersten Schwalben“ sind, welche die moderne hebräische Literatur ankündigen (Dolitzky, Imber). In der Poesie der Zionisten, die ins Land Israel einwandern, sehen wir schliesslich die ganze Palette von Zweifel, Verzweiflung und Hoffnung (Bialik, Tschernichowsky, Uri Zvi Greenberg, Shlonsky). Zum Schluss diskutieren wir an Hand von modernen Gedichten die Frage, wie privat und wie politisch der Traum von Jerusalem geträumt wurde und geträumt wird.

Alle Texte werden zweisprachig (deutsch / hebräisch) zur Verfügung stehen.

 

 

Die Daten: 22. und 29. April, 13., 27. Mai und 3., 10., 17., 24. Juni 2013, jeweils um 20 Uhr.
Ort: IGB, Leimenstr.24, Basel, zimmer 33 / 3. Etage (Fahrstuhl)

Das Programm

  1. 1. Einstieg: Psalm 137 und Dunash Ben Labrat im 10. Jh. Spaniens: der Exilpsalm und das Exilbewusstsein des Gelehrten und Hofdichters Dunash Ben Labrat am Hof des Hasdai Ibn Shaprut (905-975), Minister von Abd el Rahman III (912-962).
  2. 2. Messianische Töne. Shmuel Hanagid, der kämpferische Dichter und General im 10./11. Jh.
  3. 3. Liebe und Land Israel als Heimat. Jehuda Halevi, der erste nach-biblische „Zionsdichter“.
  4. 4. Russland nach der Ermordung von Zar Alexander II: die „Liebe zu Zion“ als Reaktion auf die politische Krise. Dolitzky und Mane: die „deutsche“ Romantik in der jüdischen Poesie.
  5. 5. Traum und Realität im Land Israel. Bialik, Tschernichowsky: Zweifel, Verzweiflung, Hoffnung im Land der Väter.
  6. 6. Tränen, Pflugschar und Schwert. Imber: Hymnischer Stil und Aufruf zur Tat.
  7. 7. Der private und der politische Traum von Jerusalem: Einwanderer vor und nach der Staatsgründung: Avraham Shlonski (Links-intellektueller), Uri Zvi Greenberg (Revisionist, Anhänger von Begins Cherutpartei).
  8. 8. Privater Zionstraum mit politischer Botschaft? Jehuda Amichai, Chamutal Bar-Joseph, Na'im Areidi u.a.

Anmeldung

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich: Mit dem Anmeldeformular bei <www.ofek.ch/?Veranstaltungen:Seminare>, per e-mail an info@ofek.ch, mit der Post an: Ofek, Postfach 508, CH-4003 Basel.

Der Unkostenbeitrag für das Seminar beträgt 40 CHF pro Person und ist auf das Ofek Postkonto 40-203394-8 einzuzahlen, mit dem Vermerk «Exil + Zionismus»


 

Texte zum Seminar "Exil und Zionismus"

 

 

 

Deutsch:

 

exil_zionismus_seminar(1).pdf

 

Hebräisch:

 

Exil+Zionismus-hebraeische-Texte.pdf